Verlieren Unternehmen die Kontrolle über ihre Narrative? Diese Frage zog sich wie ein roter Faden durch den dpa-Dialog 2026 in der Hamburger Speicherstadt.
Bei über 30 Grad war der dpa-Dialog 2026 nicht nur inhaltlich, sondern auch atmosphärisch ein besonderes Event. Gut, dass die Veranstalter mit einem Eiswagen vorgesorgt hatten – so konnten unsere Kolleginnen Yvonne und Marilen trotz der sommerlichen Temperaturen einen kühlen Kopf bewahren und jede Menge spannende Impulse mitnehmen.
Die Impulse und Diskussionen machten deutlich: Kommunikation findet heute nicht mehr nur zwischen Absender, Medium und Zielgruppe statt. Mit KI-Systemen entsteht eine zusätzliche Vermittlungsebene, die Informationen recherchiert, priorisiert und neu zusammensetzt – und somit auch die Kommunikation von Unternehmen verändert.
Wir sehen darin vor allem eine Verschiebung der operativen und strategischen Kommunikation. Es reicht nicht mehr, Botschaften zu formulieren. Viel mehr müssen Informationen so aufgebaut werden, dass sie über unterschiedliche Kanäle, Formate und Kontexte für Mensch und KI les- und verwertbar sind.
Dabei gewinnen drei Faktoren an Bedeutung:
👉 Glaubwürdigkeit statt bloßer Sichtbarkeit
👉 Klare Kernbotschaften statt kommunikativer Beliebigkeit
👉 Verlässliche Informationen statt kurzfristiger Aufmerksamkeit
In regulierten Branchen wie Healthcare sind das nicht zwingend neue Anforderungen. Evidenz, Nachvollziehbarkeit und Konsistenz waren schon immer entscheidend. Neu ist aber, dass diese Anforderungen nun auch darüber mitentscheiden, wie Informationen von KI-Systemen verarbeitet und weitergegeben werden.
Unser Fazit aus dem dpa-Dialog:
Unternehmen verlieren nicht zwangsläufig die Kontrolle über ihre Narrative. Wer künftig sichtbar bleiben will, muss dafür sorgen, dass die eigenen Informationen auch außerhalb der eigenen Kanäle verständlich und anschlussfähig sind.
Vielen Dank an die Deutsche Presse-Agentur für das gelungene Event!
