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Majas Gedanken zur geplanten Entlastungsprämie

„Die Entlastungsprämie ist eine Frechheit!“

So oder so ähnlich habe ich es in den letzten Tagen oft gehört und gelesen – und ich stimme NICHT zu.

Wer es verpasst hat: Aktuell plant die Regierung eine Entlastungsprämie, also die Möglichkeit für Unternehmen, ihren Angestellten steuer- und sozialabgabenfrei bis zu 1.000 € als Prämie zu zahlen.

Und die Empörung ist groß, weil damit angeblich ein Problem auf die eh schon gebeutelten Unternehmen verlagert wird. Die wirtschaftliche Lage ist schließlich prekär …

❗Aber: Solange ein Unternehmen Gewinne macht oder hohe Prämien an Vorstände auszahlt, hält sich mein Mitleid in Grenzen. Und ich unterstelle, dass sich viele hinter dem Politik-Bashing verstecken und keine echte Wertschätzung für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufbringen.

Denn die Rechnung ist doch simpel: Ein Bonus von 500 € für eine Mitarbeiterin kostet ein Unternehmen klassischerweise ca. 1.250 €. Mit der Entlastungsprämie sind es 500 €. 750 € gespart. 750 €, die „der Staat“ normalerweise einnehmen würde.

Als Arbeitgeber:innen haben wir also bald eine wirklich gute günstige Möglichkeit, den Kolleg:innen eine Prämie zu zahlen. Das löst nicht alle Probleme, aber es ist mehr als nichts.

👉 Pointe: Statt gegen die Politik zu wettern, setzen wir uns jetzt mal alle an den Rechenschieber und überlegen ernsthaft, ob und wie viel wir unseren Kolleginnen und Kollegen zukommen lassen können.

Und: Wer tatsächlich keine Prämie zahlen kann, ist mit diesem Beitrag nicht gemeint.

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