Am Samstag ist Tag der Organspende. Und obwohl im letzten Jahr 985 Menschen nach ihrem Tod Organe gespendet haben – so viele wie seit 2012 nicht mehr! – warten in Deutschland trotzdem immer noch 8.199 Menschen auf ein Spenderorgan.
Zwar stehen viele der Organspende grundsätzlich positiv gegenüber, dokumentieren ihre Entscheidung aber nie oder sprechen nicht mit Angehörigen darüber. Genau daraus entsteht die Lücke zwischen der grundsätzlichen Zustimmung und der tatsächlichen Versorgungssituation.
Die geometrischen Formen des Tattoos auf dem Foto stehen für die Buchstaben „OD“ – „Organ Donor“. Es ist kein offizielles Dokument, aber ein sichtbares Zeichen für die eigene Entscheidung. Und vor allem: ein Gesprächsanlass. Denn oft scheitert Organspende nicht an der grundsätzlichen Zustimmung, sondern daran, dass sich viele nie bewusst damit auseinandersetzen.
Kaum ein Thema macht deutlicher, was für eine wichtige Rolle Kommunikation im Gesundheitswesen spielt: Informationen verständlich machen, Gespräche anstoßen und Menschen dabei unterstützen, eine informierte Entscheidung für sich selbst zu treffen.
Organspende ist eine sehr persönliche Entscheidung. Umso wichtiger ist es, darüber zu sprechen und Angehörige wissen zu lassen, wie man selbst dazu steht – unabhängig davon, ob die Entscheidung dafür oder dagegen ausfällt.
Zum Tag der Organspende muss man sich vielleicht nicht direkt ein Tattoo stechen lassen, aber vielleicht einfach mal über das Thema sprechen.
(Übrigens: Viele Tattoostudios bieten ein Organ Donor Tattoo kostenfrei an. Mehr Infos darüber erhaltet ihr unter: https://junge-helden.org )
(Bildquelle Tattoo: https://junge-helden.org)
